Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert vom heiligen Basilius von Ostrog gegründet, einem Metropoliten der Herzegowina, der hier 1671 starb. Seine Reliquien werden in der Höhlenkirche Mariä Tempelgang aufbewahrt und ziehen Pilger aller Glaubensrichtungen an, die Heilung und Segen suchen – Ostrog zählt damit zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten des Balkans. Nachdem ein Brand große Teile der Anlage zerstört hatte, wurde sie zwischen 1923 und 1926 wiederaufgebaut, während die beiden kleinen Höhlenkirchen erhalten blieben und ihre alten, direkt auf den Fels gemalten Fresken bewahrten.
Die Anlage besteht aus zwei Teilen. Das Untere Kloster mit der 1824 erbauten Dreifaltigkeitskirche beherbergt den Großteil der Mönchsunterkünfte, während das Obere Kloster an der Felswand klebt. Viele Pilger gehen den steilen, etwa 3 km langen Weg zwischen beiden zu Fuß, manche sogar barfuß. Besucher sollten sich angemessen kleiden, mit bedeckten Schultern und Knien, und am Wochenende sowie am Festtag des heiligen Basilius, dem 12. Mai, mit Warteschlangen rechnen.
Auch für nicht religiöse Reisende machen Lage und Atmosphäre Ostrog zu einem unvergesslichen Besuch.




