Die Rotunde stammt aus der Zeit, als Serdica, wie Sofia damals hieß, eine bedeutende römische Stadt war, in der die Kaiser Galerius und Konstantin der Große residierten. Ihr ursprünglicher Zweck ist bis heute umstritten, später wurde sie jedoch zur Kirche. Im 16. Jahrhundert wurde sie unter osmanischer Herrschaft in eine Moschee umgewandelt und ihre Malereien wurden überdeckt; erst im 20. Jahrhundert legte man sie wieder frei und restaurierte sie.
Im Inneren ist die Kuppel mit mehreren Schichten mittelalterlicher Fresken aus dem 10. bis 14. Jahrhundert geschmückt. In ihrer Mitte blickt Christus Pantokrator herab, umgeben von Engeln und einem Fries mit 22 Propheten. Draußen hinter der Apsis liegen die ausgegrabenen Ruinen des antiken Serdica, darunter ein Abschnitt einer römischen Straße mit Entwässerung und die Fundamente weiterer Gebäude. Die Rotunde ist noch immer eine aktive orthodoxe Kirche; kleiden Sie sich daher respektvoll und sprechen Sie während der Gottesdienste leise.
Klein, aber bemerkenswert: Die Rotunde vereint rund 1.700 Jahre Geschichte Sofias in einem einzigen Kuppelraum.








